Du googelst deine Firma, und als Überschrift steht da „Startseite – Firmenname“. Darunter ein Textfetzen aus dem Footer. Wo stellst du ein, was Google da anzeigt, und wie lang darf die Meta-Description sein?
Beides stellst du für jede Seite einzeln ein, als Meta-Title und Meta-Description. In WordPress machst du das im SEO-Plugin, bei Wix, Jimdo oder Framer in den SEO-Einstellungen der Seite. Ein guter Titel sagt eindeutig, worum es auf genau dieser Seite geht, und das Wichtige steht vorne. Zeichen zählen musst du dafür nicht. Google behandelt beide Felder als Vorschlag und zeigt deshalb manchmal etwas anderes an.
Was Google aus Titel und Beschreibung macht
Der Meta-Title ist das title-Element im Quelltext deiner Seite. Im sichtbaren Seiteninhalt taucht er nicht auf. Google baut daraus den Titellink, die anklickbare Überschrift im Suchergebnis. Er ist aber nicht die einzige Quelle: Laut Google fließen auch die sichtbare Hauptüberschrift der Seite, meist die H1, Ankertexte von Links auf die Seite und weitere Angaben im Quelltext ein.
Den Websitenamen zeigt Google getrennt davon an, er steht für die ganze Website. Google holt ihn sich unter anderem von deiner Startseite und aus strukturierten Daten im Quelltext.
Die Meta-Description steht ebenfalls im Quelltext. Sie ist dein Vorschlag für das Snippet, den Vorschautext unter dem Titellink. Google stellt Snippets vor allem aus dem Seiteninhalt passend zur jeweiligen Suchanfrage zusammen und nutzt die Meta-Description, wenn sie die Seite besser beschreibt. Dieselbe Seite kann deshalb bei zwei verschiedenen Suchen zwei verschiedene Snippets zeigen.
Du steuerst die Anzeige also nicht direkt, du machst Google einen Vorschlag. Titel und Beschreibung sind dabei nur eine von mehreren SEO-Grundlagen für kleine Unternehmen.
Wo du die Felder in deinem System findest
WordPress hat im normalen Editor keine eigenen Felder dafür. Bei gängigen Lösungen kommen sie vom SEO-Plugin. Die Tabelle zeigt, wo du in den verbreiteten Systemen suchst. Die Menüpfade sind vom September 2026. Menünamen ändern sich mit Versionen und Tarifen, im Zweifel hilft die Hilfeseite des Anbieters.
| System | Feld pro Seite | Vorlage oder Besonderheit |
|---|---|---|
| WordPress mit Yoast | Google-Vorschau bzw. „Snippet bearbeiten“ im Editor der Seite | Vorlagen je Inhaltstyp; eine statische Startseite bearbeitest du wie jede andere Seite |
| WordPress mit Rank Math | Gutenberg: Rank-Math-Symbol oben rechts → Allgemein → Snippet bearbeiten |
Klassischer Editor: Metabox unter dem Inhalt; Elementor: SEO-Tab |
| Wix | Seiten & Menü → Weitere Aktionen → SEO-Basics |
Seitenweite SEO-Einstellungen für alle Seiten |
| Jimdo Creator | SEO → Reiter Unterseiten |
Titel der gesamten Website im Reiter Webseite; Jimdo Dolphin und Free-Tarife sind eingeschränkt |
| Framer | Site Settings → Page Settings, dann die Seite wählen |
Standardwerte unter General; nach Änderungen neu veröffentlichen |
Sehen alle deine Titel gleich aus, liegt das oft an der dritten Spalte. Vorlagen setzen Titel automatisch aus Variablen zusammen, bei Wix etwa aus Seitenname und Website-Name. So entstehen Titel wie „Startseite – Firmenname“ oder „Leistungen – Firmenname“.
Framer nutzt bei CMS-Seiten Felder als Variablen. Jimdo Creator hängt den allgemeinen Websitetitel an jeden Unterseitentitel an. So wird jeder Titel länger, und das Wichtige rutscht nach hinten. Prüf deshalb zuerst die Vorlage und erst dann die einzelne Seite.
Ein guter Titel sagt, was auf genau dieser Seite steht
Nach Googles SEO-Startleitfaden ist ein guter Titel eindeutig für diese eine Seite, klar und knapp, und er beschreibt ihren Inhalt treffend. Aneinandergereihte Suchbegriffe gehören nicht rein.
Eine feste Längengrenze gibt es laut Google nicht. Zu lange Titel werden aber je nach Gerätebreite gekürzt. Deshalb steht das, worum es auf der Seite geht, vorne. Also die Leistung oder das Thema und bei einem lokalen Angebot der Ort.
Die Längenbalken in SEO-Plugins sind eine grobe Orientierung, keine Regel von Google. Ein Titel, der die Seite klar beschreibt und hinten abgeschnitten wird, ist besser als einer, der in den Balken passt und nichts aussagt.
Der Websitename erscheint ohnehin extra, deshalb brauchst du den Firmennamen nicht groß in jedem Titel. Ein kurzer, einheitlicher Zusatz reicht, mit einem Bindestrich abgetrennt. Setz ihn ans Ende, damit die Leistung vorne steht.
Titel und H1 müssen nicht wortgleich sein. Sie sollten aber dasselbe Thema benennen, weil Google beide für den Titellink heranzieht.
Nehmen wir eine Reinigungsfirma Mustermann aus Musterstadt mit zwei typischen Titeln. Die Startseite heißt „Startseite – Reinigungsfirma Mustermann“, die Seite zur Fassadenreinigung nur „Leistungen“. Keiner von beiden sagt, was der Betrieb macht. Besser wären diese Titel:
- Startseite: „Gebäudereinigung in Musterstadt für Privat und Gewerbe – Mustermann“
- Leistungsseite: „Fassadenreinigung in Musterstadt – Mustermann“
Meta-Description schreiben: konkret statt Werbesprache
Eine gute Meta-Description ist laut Googles Startleitfaden kurz, gehört zu genau einer Seite und nennt deren wichtigste Punkte. Ein festes Zeichenlimit nennt Google auch hier nicht. Die Länge ist also weniger das Problem als der Inhalt. Eine Aufzählung von Suchbegriffen will Google in der Beschreibung genauso wenig sehen.
Rein gehört, was jemand vor dem Klick wissen will. Welche Leistung, für wen, in welcher Region und wie es losgeht. Floskeln wie „Ihr kompetenter Partner für alle Fragen“ bringen nichts, die könnten auf jeder Firmenseite stehen. Eine Beschreibung, die per Vorlage auf allen Seiten gleich ist, ist nicht seitenspezifisch. Jede wichtige Seite bekommt deshalb ihre eigene.
Für die erfundene Fassadenseite könnte das so aussehen: „Fassadenreinigung für Ein- und Mehrfamilienhäuser in Musterstadt und Umgebung. Mit Besichtigung vor Ort, Materialprüfung und schriftlichem Angebot vor Arbeitsbeginn.“
Google kann den Snippet-Text je nach Suche aus der Seite nehmen. Deshalb gehören die Angaben aus der Beschreibung auch in den Seitentext. Zeigt Google einen anderen Ausschnitt, ist das kein Fehler in deinen Einstellungen.
Warum Google deinen Titel umschreibt
Google nennt selbst die typischen Gründe, warum es einen anderen Titellink zeigt als den eingetragenen. Geh sie für jede wichtige Seite als Prüfliste durch:
- Ist der Titel halbleer oder unvollständig, etwa nur „Startseite“ oder „Leistungen“? Dann ergänze das Thema der Seite.
- Enthält er eine veraltete Angabe, zum Beispiel eine alte Jahreszahl? Aktualisiere sie oder lass sie weg.
- Beschreibt er den Inhalt ungenau, weil die Seite inzwischen etwas anderes zeigt? Pass ihn an den tatsächlichen Inhalt an.
- Sind viele Titel fast identisch und unterscheiden sich nur in einem Wort? Google nennt das Mikro-Boilerplate. Ändere die Vorlage und stell den unterscheidenden Teil nach vorne.
- Ist auf der Seite unklar, welche Überschrift der Haupttitel ist, etwa weil die H1 fehlt oder mehrere Überschriften gleich gewichtet wirken? Dann gib der Seite eine klare H1.
- Ist der Titel in einer anderen Sprache als der Seiteninhalt? Gleiche ihn an.
- Steht der Firmenname doppelt drin, etwa aus Vorlage und eigener Eingabe? Behalte ihn einmal als Zusatz.
Die meisten Punkte behebst du an der Vorlage oder an der Seite, nicht nur im Feld. Fehlt einer Seite die klare H1 oder ein klares Thema, hilft ein neuer Meta-Title wenig. Dann muss die Seite selbst überarbeitet werden. Betrifft das viele Seiten, hast du ein Strukturproblem. Dann stellt sich die Frage, ob Optimieren noch reicht oder ein Relaunch dran ist.
Die Prüfliste beseitigt die Gründe, die Google selbst nennt. Eine Garantie, dass Google deinen Titel unverändert übernimmt, gibt es trotzdem nicht.
Fang mit fünf Seiten an
Alle Seiten auf einmal zu überarbeiten ist selten nötig. Ist deine Website in der Google Search Console eingerichtet, öffne den Leistungsbericht. Impressionen zeigen dort, wie oft eine Seite in den Suchergebnissen erschien. Die Klickrate zeigt, wie oft daraus ein Klick wurde. Für Seiten mit vielen Impressionen und niedriger Klickrate rät die Search-Console-Hilfe, die angezeigten Titel und Snippets zu prüfen: Passen sie zu den Suchanfragen, bei denen die Seite erscheint?
Ohne Search-Console-Daten wählst du nach geschäftlicher Bedeutung aus: die Startseite, zwei bis drei Seiten zu deinen Kernleistungen und die Kontakt- oder Anfrageseite.
Pro Seite gehst du so vor:
- Prüf die Vorlage im Plugin oder Baukasten und entferne Doppelungen.
- Formuliere den Titel mit der Leistung vorne und dem Firmennamen als kurzem Zusatz am Ende.
- Gleiche die H1 ab, damit sie dasselbe Thema benennt.
- Schreib eine eigene Beschreibung mit konkreten Angaben.
- Speicher die Seite und veröffentliche sie bei Bedarf neu.
Sichtbar werden die Änderungen erst, wenn Google die Seite neu gecrawlt hat. Das kann laut Google Tage bis Wochen dauern. Schau dir danach die Suchergebnisse noch mal an und vergleich die Klickrate in der Search Console.
Bringen die neuen Titel mehr Klicks, aber keine Anfragen, liegt die Ursache auf der Seite selbst.
Für die fünf Seiten brauchst du nicht mehr als eine kurze Liste. Schreib sie untereinander, daneben den Titel, wie er aktuell bei Google erscheint, und darunter deinen neuen Vorschlag. Mit dieser Liste setzt du die Änderungen anschließend in einem Durchgang in deinem System um.

